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Jahr |
Was war ? |
Illustration |
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1948 |
Gründung der Bundesrepublik Deutschland,
Einführung der DM (Währungsreform).
Mein Geburtstag liegt im Januar, damit
bin ich noch ein Kind des Deutschen Reichs (Gottseidank nicht mehr des
Dritten...) |
Was sonst noch geschah,
hier mit Bildern... |
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1950er Jahre
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Ein Erlebnis, an das ich
mich bis heute lebhaft erinnern kann: Mein Bruder zischt, mit mir im
Kinderwagen, eine Allee entlang (die Richtung Eglosheim, weil wir in der
Ludwigsburger Marienwahl wohnten) und wir stürzen mit Karacho in einen
Graben.
Passiert ist anscheinend
nichts, aber der gehörige Schreck ist mir im Gedächtnis geblieben.... |
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1954
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Die Schulzeit beginnt: Mein Weg führt
durch die Talstraße (sozialer Brennpunkt) zur Anton-Bruckner-Schule (die
war in der Nähe des Marktplatzes).
Ereignisse:
Die Franzosen werden aus Vietnam verjagt, Deutschland wird
Fußball-Weltmeister und Hemingway kriegt den Literatur-Nobelpreis.
Die Illustrierte "Stern" kommt heraus.
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Interessant ist der Schulweg unter
anderem deshalb, weil es unterwegs eine Gießerei gibt und wir Kinder mit den
alten Gipsformen so schön auf der Straße malen können.
Außerdem gibt's eine Ami-Bar, die jeden
Montag in Trümmern liegt (super interessant).
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1956
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Meine Familie zieht nach
Stuttgart um. Wir kommen aus einer abgewirtschafteten Bruchbude in ein
kleines Einfamilienhaus mit riesigem Garten.
In dem Jahr sind auch
einige politische Ereignisse interessant: Die Bundeswehr wird gegründet
(!) und in Ungarn bricht der Volksaufstand los, der blutig
niedergeschlagen wird (an die Radiomeldungen kann ich mich erinnern).
Ansonsten:
Infos in Wikipedia |
Auf meinem Schulweg von
der Stuttgarter Frauenkopfsiedlung nach Rohracker muß ich steile
Weinbergwege überwinden.
Damals wird grade der
Fernsehturm fertiggestellt (auf den ich übrigens erst 15 Jahre später
zum ersten Mal raufkomme...) |
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1958
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Aufnahmeprüfung ans
Gymnasium bestanden...
Nun geht's schulmäßig ins
Stuttgarter Zentrum, und zwar ins Wilhelms-Gymnasium (beim Olgaeck,
unsere Straßenbahn ist der legendäre "Zehner").
Damals eine etwas
verrufene Anstalt, ein reines Jungen-Gymnasium. |
Aus diesem
Jahr ist
nicht allzu viel zu berichten.
Dies vielleicht: Ghana
wird Mitglied in der UNESCO. |
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1959
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Meine Mutter bekommt
Nachwuchs (Nachzügler, sie ist bereits 42 Jahre alt): Die Zwillinge Elke
und Andrea.
Als 10- oder 11-jähriger
habe ich gar nicht mitgekriegt, daß sie einen dicken Bauch hat - deshalb
ist die
Überraschung groß, als einer meiner Verwandten sagt: "Na, jetzt kriegst
Du ja bald noch ein Geschwisterchen.."
Vorteil für mich: Ich kriege ein eigenes,
kleines Zimmerchen.
Zur
Chronik des Jahres. |
Aufklärung gibt's nicht, man mußt sich
alle Informationen selber beschaffen. Das bleibt auch später so,
leider...
Sonst noch interessant: Fidel Castro
kommt an die Macht und die Bundeswehr beschafft 300 Starfighter (später
dann sind insgesamt 260 davon abgestürzt). |
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1961
Nach oben |
Meine Eltern machen den
ersten längeren Urlaub alleine und fahren in die Tiroler Alpen. Eine
Entscheidung, die meine späteren Ferienaktivitäten stark beeinflussen
wird.
Wir fahren später, sommers
wie winters, jahrelang ins Paznauntal, eben in den Ort, den sie 1961
ausgesucht haben (Mathon). |
In dem Jahr ist einiges
los: Die Berliner Mauer
wird
gebaut und Juri Gagarin ist der erste Mensch in einer Erdumlaufbahn.
Was sonst noch passiert... |
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1962
Nach oben |
Folgerichtig gehen wir im
Urlaub ins Paznauntal. Die Landschaft beeindruckt mich gewaltig, ich bin
zum ersten Mal in den Alpen.
Bis heute bleibt die
Bergwelt mein liebster Aufenthaltsort, und das zu jeder Jahreszeit. |
Ganz interessant in dem
Urlaubsort: Eine Gastfamilie aus Zweibrücken mit einer entzückenden
Karin....
Nebenher geht's in der
Welt rund: Laufend werden irgendwelche
Staaten unabhängig und in Hamburg tobt die Sturmflut. |
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1964
Nach oben |
Ich verlasse die Schule
und beginne eine Lehre als pharmazeutischer Großhandelskaufmann bei der
Stuttgarter Firma Louis Duvernoy (kurz "Duff" genannt).
Die
nächsten 3 Jahre bin ich also untergebracht, treffe neue Leute (unter
anderem Gerd Hafner als Lehrlingskollegen, eine Bekanntschaft, die mich
später zu meiner Ehefrau führt).
Im
gleichen Jahr bekomme ich den Führerschein Klasse 4 (Moped) und düse mit
einer DKW Hummel durch die Gegend.
Allerdings - das auf dem
Bild ist mein großer Bruder, aber eben auf dem DKW-Moped. |
In der Welt keine
besonderen Vorkommnisse, außer daß IBM sein neues System /360 vorstellt
und jemand die Programmiersprache Basic erfindet.
Alles
hier nachzulesen.
Übrigens IBM: Meine
Lehrfirma hat auch schon einen Computer ("Hollerith-Maschine"), eine IBM
mit
Lochkartentechnik. |
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1966
Nach oben |
Der Führerschein Klasse 3
ist mein! Und dann muß natürlich gleich ein Auto her - in meinem Fall
ein DKW 3=6, der einem Verwandten auf der Schwäbischen Alb gehört hat
und den ich zu "Vorzugs-Konditionen" bekomme. |
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1967
Nach oben |
Meine Lehre ist zu Ende,
ich bestehe die Prüfungen (Kaufmannsgehilfe, Giftprüfung und einiges
mehr) und werde von der Firma übernommen.
Doch da meldet sich Vater
Staat und meint, ich müsse zur Bundeswehr...
Im Sinne der
heraufdämmernden 68er-Denkweise habe ich "Null Bock" auf den Kommiß und
wende mich einer weiteren Ausbildung zu:
In der TH (Technische
Hochschule) Stuttgart mache ich ein Praktikum bei Prof. Müller im
Isotopenlabor (organische Chemie) mit dem Ziel einer Ausbildung zum
Chemotechniker. |
Chemie interessiert mich
seit der Schule recht stark: In unserem Gartenhäuschen richte ich ein
kleines Labor ein, das meine kleinen Schwestern nur ehrfürchtig von
außen betrachten dürfen....
Natürlich gibt's immer mal
irgendwelche chemischen Zwischenfälle (Verfärbungen in Waschbecken,
Explosionen im Garten, ätzende Dämpfe in der Waschküche....). |
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1968
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Das TH-Praktikum ist zu
Ende und ich beginne in Stuttgart-Feuerbach eine
Chemotechniker-Fachausbildung. |
Mein Vater übernmmt in
diesem Jahr die Firma, in der er arbeitet. Ein auch für mich
folgenschwerer Entschluß. |
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1969
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Auf Druck meines Vaters
breche ich die Chemie-Ausbildung ab und übernehme in seiner Firma die
kaufmännische Verwaltung. |
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1970
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Kaum bin ich nicht mehr in
einer Ausbildung, meldet sich das Kreiswehrersatzamt und holt mich zum
Bund.
In Bruchsal ziehe ich in
die Kaserne ein - zu den Luftlandetruppen. |
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Nach oben |
Irgendwann geht's hier weiter....... |
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Nach oben |
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