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Der
Abfahrts-Skilauf hat sich ja in den letzten Jahrzehnten zu einem wahren
Massen-Phänomen entwickelt.
Neues Material, neue Techniken und die sogenannten Aufstiegs-Hilfen (sprich
Skilifte) machen es auch dem ungeübten Flachländer möglich, mit einem
holländisch oder plattdeutsch gefärbten "Hollareiduljöh" das Hochgebirge
unsicher zu machen.
Das
Extrem in dieser Hinsicht haben wir erst im Winter 2005/2006 wieder erlebt: Der
Massenauftrieb im Skigebiet Ischgl ist so ätzend, daß man fluchtartig die
etwas steileren Abfahrten aufsucht. Dort kommt man immer noch ohne
Pisten-Ampeln aus..

Wie
kam ich zu diesem Sport ?
Als Jungen (mein Bruder: 14 Jahre, ich: 8 Jahre alt, also etwa im Jahre 1956) wurden wir von unseren
sportlich aktiven Verwandten (Onkel: Ernst Krauter, Tante: Ruth Krauter) im
Winter einfach abgeholt und zum Skifahren auf die schwäbische Alb
geschleppt.
Damals ging's meistens noch ohne Lift: Mit den Autos (wir waren immer eine
ganze Menge Leute) zu irgendeiner Dorfgaststätte gefahren, dort Einkehren:
Hauptsächlich, um die doppelt geschnürten Leder-Skistiefel anzuziehen (die
Erwachsenen haben nebenbei gleich ein Mut-Schnäpschen gekippt).
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Dann mit ausgehängtem Tiefzug (was ist denn das ??!??) über Äcker und durch
Wälder gewandert. Kamen wir mal an einen Abhang, wurde der Tiefzug
eingehängt und mit Stemmbogen (an "Schwung" war, zumindest in meinem Fall,
nicht zu denken) durch die Tiefschnee-Landschaft abgefahren.
Meine erste Abfahrt in den Bergen spielte sich bei dichtem Nebel am
Grünten (Kranzegg
bei Sonthofen im Allgäu) ab. Mein Glück war der Nebel: Hätte ich klare Sicht
gehabt, wäre mir wahrscheinlich mein Herz in die Skihose gerutscht. |
Das
war auch (unbewusst) meine erste Buckelpiste. Na ja, Stürzen habe ich auf
jeden Fall gelernt.
So
richtig ins Bewußtsein kamen mir die alpinen Abfahrten bei einem Urlaub im
Paznauntal (Tirol), wir ließen uns vom
Schlepplift auf den Alpkogel bei Galtür
ziehen (das muß Anfang der sechziger Jahre gewesen sein).

Als
ich oben ankam, war ich entsetzt. Sooo steil !!! Meine Alb-Fähigkeiten waren
an dieser Stelle überhaupt nichts mehr wert. Die Abfahrt vom Alpkogel (der
eigentlich ein eher leichter Hügel ist) war die reine Katastrophe.
Konsequenz: Skikurs. Wir hatten das Glück, nur 3-4 Teilnehmer bei unserem
erstklassigen Skilehrer Bruno Salner aus
Mathon (Gott hab' ihn selig) zu sein. Nach 2 Wochen fuhren wir alle wie
der Teufel.
Und
das war der "Dammbruch": Seit dieser Zeit bin ich jeden Winter mindestens
einmal in den Alpen.
Längere Ski-Urlaube gehören allerdings der Vergangenheit an, seit ich
selbständig bin (Seufz...).
 
In
diesen Skigebieten war ich schon aktiv (keine Gewähr auf Vollständigkeit):
Paznauntal (Ischgl, Galtür)
Arlberg
Warth

Bregenzer Wald (Au, Damüls,
Schetteregg)
Oberstaufen
Hörnergruppe
Oberjoch
Fellhorn,
Kanzelwand, Söllereck, Ifen
Nebelhorn
Reutte
Dolomiten (Corvara,
La Villa, Arabba, Marmolada, Sella, Kronplatz, Cortina)
Zell am See
(Kaprun)
Ötztal (Sölden, Hochgurgl)
Pitztal
Saalbach/Hinterglemm
Stubaital
Montafon (Schruns/Tschagguns)
Davos
Toggenburg
Flims/Laax
Macugnaga

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